Urprünglich wollten wir, die GründerInnen der UNi-Ratekau, nur eines: Den Güterzugverkehr verhindern, der als Folge des Baus der Festen Fehmarnbeltquerung mitten durch unsere Dörfer fahren würde. Durch die intensive Beschäftigung mit der Natur in unserer Heimatgemeinde haben wir uns entschieden, aktiv für die Erhaltung einer
lebenswerten Umwelt einzutreten. 
 
Umweltschutz um jeden Preis und gegen jeden Fortschritt ist nicht das, was wir anstreben. Weiterentwicklung und das Bewahren und Schützen müssen zusammenspielen.
  
Wir bekennen uns ausdrücklich zu den Umweltschutzzielen der Verlagerung von Güterverkehr "von der Strasse auf die Schiene, von der Schiene auf das Schiff". Der vorhandene und zukünftige Güterverkehr muss ökologisch sinnvoller verteilt werden, um Mensch, Natur und Umwelt vor den Folgen zunehmenden Straßenverkehrs zu schützen.
  
Es ist nicht der Zugverkehr, den wir ablehnen. Wir wollen verhindern, dass mit dem Bau eines Tunnels durch den Fehmarnbelt ein Prestigeobjekt entsteht wird, das
nicht benötigt wird. Es gibt bereits ausreichende und vor allem bisher nicht ausgelastete Verbindungen für den Personenverkehr per Schiff über den Fehmarnbelt und für den Güterverkehr über die Jütlandstrecke und den Großen
Belt. Es kann nicht sein, dass so grosse Risiken für Mensch, Umwelt und Natur eingegangen werden, nur um 1 Stunde Fahrtzeit zwischen Hamburg und Kopenhagen einzusparen.

 

Ostholstein wird zur Transitstrecke. Profitieren werden, wenn überhaupt, nur die Orte, die an den wenigen Haltepunkten der Schienenstrecke liegen.

Für das Entstehen von zeitlich sehr begrenzten Arbeitsplätzen während des Baus werden nachhaltige Arbeitsplätze im Tourismus und allen damit zusammenhängenden Dienstleistungs- und Zulieferbetrieben aufs Spiel gesetzt.
 
Der im Zuge des Baus der Festen Fehmarnbeltquerung erforderliche Ausbau/Neubau der Schienenhinterlandanbindung bedeutet eine unnötige Gesundheitsbelastung durch Lärm und Erschütterungen für Mensch und Tier, vernichtet Arbeitsplätze und zerstört Umwelt und Natur.